Digitale Transformation Prozessmanagement

Digitale Transformation: Wie können Unternehmen sich vorbereiten?

Der Begriff digitale Transformation mag noch eine jüngere Bezeichnung sein, aber der Innovationsbedarf war schon immer da. Stellen Sie sich eine Schreibmaschinenfabrik vor, die Augen vor PCs verschlossen haben und weiterhin ihr Produkt verkauft haben.

Einige Hersteller haben diesen Fehler begangen und wurden einfach vom Markt verdrängt. Gleiches gilt auch für Videotheken oder Walkmans. Eine Vielzahl von Diensten wurden aufgrund technologischer Innovationen abgelöst oder angepasst.

Tatsächlich toleriert der sogenannte „Unternehmensdarwinismus“ keinen Mangel an Weitsicht und Selbstzufriedenheit. Unternehmen und Fachleute müssen die Zukunft antizipieren und Veränderungen in Trends diagnostizieren, um Sie in einem permanenten Zyklus zu erneuern.

Sind Sie bereit, Ihre Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der digitalen Transformation, in der wir leben, aufrechtzuerhalten? Lassen Sie es uns jetzt herausfinden.

Wo steht Ihr Geschäft aktuell?

Eines der ersten Dinge, die identifiziert werden müssen, mag ein wenig offensichtlich erscheinen, wird aber oft übersehen: wie digital ist Ihr Unternehmen derzeit? Sie müssen wissen, wo Sie sich gerade befinden und wo Sie sich in Zukunft sehen, um einen logischen Weg zwischen den beiden Punkten zu finden.

In einer technischen Übersicht, typischerweise werden Unternehmen in eine von drei Kategorien eingeteilt, bevor sie sich auf eine digitale Transformation einlassen:

  • Sie arbeiten auf reinen Altsystemen. Diese wurden erstellt, bevor das Web im Vordergrund stand und haben häufig Benutzeroberflächen, die nicht benutzerfreundlich sind. Diese Systeme interagieren überhaupt nicht mit Daten, da alles manuell eingegeben werden muss. Ein gutes Beispiel dafür sind Unternehmen, die alles nur über Excel-Tabellen steuern.
  • Sie haben eine Art webfähige Plattform. Es mag alt sein, aber es verbindet sich mit dem Internet und hat eine Art Dateninteraktion. Die Benutzeroberfläche ist möglicherweise ein bisschen besser als ein Altsystem, aber diese Systeme funktionieren unter datenintensiven Szenarien nicht gut. Zu dieser Kategorie gehören Unternehmen, die über klassische standardisierte ERP-Systeme verfügen und in der Regel nur vereinfachende Berichte erstellen.
  • Sie haben Digital-Ready-Systeme. Diese bieten schnellen und flexiblen Zugriff auf Daten und verfügen in der Regel über einfache Benutzeroberflächen, die eine einfache, intuitive Verwendung ermöglichen. Sie arbeiten normalerweise als Cloud-basierte Lösung, und integrieren sich mit Big Data und verfügen über Machine Learning Funktionalitäten.

Wenn sich Ihr Unternehmen in einer der ersten beiden Kategorien befindet, stehen Sie vor einer größeren Herausforderung für die digitale Transformation. Unabhängig davon, wo Sie sich gerade befinden, kann es schwierig sein, Änderungen vorzunehmen.

Es kommt viel auf die vorherrschende Einstellung der Teammitglieder an, aber wie bereitet man sie im Voraus vor?

5 Schritte für die digitale Transformation Ihres Unternehmens

1. Identifizieren Sie Ihre Transformationsziele

Was möchten Sie wirklich ändern? Viele Change-Management-Projekte scheitern, weil das Unternehmen navigiert, ohne zu wissen wohin es möchte. Daher ist es wichtig, einen Aktionsplan zu entwickeln, der als Kompass dient. Sie können damit beginnen, wirklich einfache Dinge zu schreiben, wie die Vereinfachung von Prozessen oder Sammlung von Daten und Informationen zur Entscheidungsfindung, besseres Wissen über den Kunden, Kosten senken, Produktivität steigern, Fehler beseitigen, Kundenbindung, usw.

2. Lernen Sie besser mit Ihren Daten

Jedes Unternehmen kann von den Informationen, die es im Laufe der Jahre sammelt, profitieren. Innerhalb der digitalen Transformation kann dies mit Hilfe eines Business Intelligence Tools erfolgen. Diese Funktion hilft Ihrem Unternehmen dabei, die KPIs, mit denen Sie arbeiten, besser zu handhaben und vor allem datenbasierte Entscheidungen zu treffen.

Was die Implementierung von Business Intelligence in einem Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil macht, ist, dass damit Erkenntnisse und Daten zu den wichtigsten Handlungstreibern werden. Dies ist besonders wichtig, um ihre Vorhaben zielgerichtet durchzuführen. Ein weiterer Aspekt ist Predictive Analytics. Hierbei werden in der Vergangenheit gesammelte Daten verwendet, um die Zukunft vorherzusagen.

Auf diese Weise dient Business Intelligence dazu, Daten zu sammeln und die Vergangenheit zu verstehen, z.B. wie viele neue Kunden gewonnen wurden, wie viel sie gekauft haben, wie viele dieser Kunden verloren gingen usw. Andererseits zielt Predictive Analytics darauf ab, vorherzusagen, was in Zukunft passieren wird. Es ist möglich, z.B. das Umsatzvolumen des nächsten Monats vorherzusagen oder bei welchen Kunden die größte Chance auf Verlust besteht. So kann eine Aktion im Voraus geplant und durchgeführt werden.

3. Investieren Sie in neue Technologien

Es gibt kein perfektes Werkzeug oder System, alle müssen analysiert und angepasst werden. Die digitale Transformation zielt zwar auf einen Paradigmenwechsel, erfordert jedoch konkrete Investitionen in neue Funktionen. Entgegen der vorherrschenden Meinung ist teurer nicht gleich besser. Es gibt eine ganze Reihe von Open-Source oder Free-of-charge Produkten wie z.B. WordPress, geeignet zum Erstellen von Websites, OpenOffice als alternative zu MS Produkten, ARIS Express ein Modellierungswerkzeug für die Analyse und Verwaltung von Geschäftsprozessen und vieles mehr.

Für die Implementierung der genannten Tools kann es hilfreich sein einen externen Partner zu beauftragen. Investitionen in neue Technologien können auch bedeuten, dass die bereits verfügbaren Tools besser genutzt werden können, die häufig aufgrund mangelnden Wissens oder sogar mangelnden internen Engagement veraltet sind.

4. Stellen Sie den menschlichen Faktor vor die Maschinen

Wenn wir über die Implementierung neuer Technologien sprechen, tendieren wir dazu, den Erwerb von Produkten und Dienstleistungen zu priorisieren, die unser Leben erleichtern können. Der wichtigste Punkt für Ihren Erfolg wird jedoch manchmal übersehen. Mit der Verbreitung von Automatisierung und produktivitätssteigernden Ressourcen vergessen viele Manager den menschlichen Faktor.

Die Berücksichtigung der Interaktion des Teams mit der Technologie ist ein wesentlicher Faktor für die Weiterentwicklung der digitalen Transformation. Es ist genauso wichtig, Ihren Mitarbeitern zuzuhören und zu verstehen, welche Arten von Ressourcen ihr Leben verändern können, wie mit Experten auf diesem Gebiet zu sprechen.

Die Tendenz, interne Teams, Partner und Dritte zu integrieren hat sich ständig weiterentwickelt und es ist notwendig, nicht nur die richtigen Mitarbeiter, sondern auch die richtigen Partner auszuwählen. Der menschliche Faktor steht an erster Stelle, damit sich das Unternehmen auf diesen großen Schritt vorbereiten kann.

5. Implementieren Sie eine Kultur der Innovation

Unternehmenskultur ist nichts anderes als die Art und Weise, wie Dinge getan werden, weshalb jede Organisation ihre eigene Kultur hat. Einige bevorzugen strengere Kleidungsvorschriften, eine formale Unternehmenssprache und Prozesse, die auf ganz bestimmte Weise organisiert und kontrolliert werden. In der Zwischenzeit sind andere flexibler, stützen ihre Ergebnisse auf Projekte und geben den Mitarbeitern mehr Freiheit. Aber alle müssen das gleiche Prinzip haben: Innovation.

Innovative Prozesse, Lösungen, Services und Verhaltensweisen: Dies ist nur möglich, wenn das Top-Management die Notwendigkeit eines innovativen Geschäfts versteht und diesen Wert von oben nach unten verbreitet.

So können beispielsweise Innovationslabors eingerichtet werden, in denen die Mitarbeiter einige Stunden pro Woche Zeit haben, an neuen und innovativen Projekten zu arbeiten. Ein weiterer guter Ansatz besteht darin, die allgemeine Kommunikation zu verbessern, die Feedbackkultur zu stärken und die Führungskräfte zu ermutigen, Mitarbeitern zuzuhören und gemeinsam Ideen zu entwickeln.

 

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„Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit Datenanalyse und Systemunterstützung, von technischen bis zu geschäftsorientierten Aufgaben. Mit einem Abschluss in Betriebswirtschaft, viel Neugier und Lernbereitschaft habe ich meinen Weg in die IT Welt bestritten. Meine schnelle Auffassungsgabe macht es möglich mich in kurzer Zeit in neue Aufgaben und Werkzeugen einzuarbeiten.“