Digitale Transformation

Digitalisierung von Geschäftsprozessen in Unternehmen

Das diesjährige affinis Netzwerktreffen wurde klar von dem Thema „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ und deren Reifegrad in den verschiedenen Branchen dominiert.

Automatisches Auslösen und Überwachen von Bestell- und Lieferprozessen, Berechnung von Wegstrecken, Standortbestimmung von Maschinen und Geräten – das und vieles mehr ist keine Zukunftsmusik mehr.

Die „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ ist in aller Munde und bildete das Schwerpunktthema des jährlichen affinis Netzwerktreffens letzte Woche, das dem Meinungsaustausch von führenden Unternehmen der Beratungsbranche dient. Kritisch wurde in den Vorträgen hinterfragt: „Wie digital darf‘s denn sein?“ und „Wie weit ist der Reifegrad in den einzelnen Branchen vorangeschritten?

Die technischen Möglichkeiten wie beispielsweise machine-to-machine Kommunikation (M2M) sowie die entsprechende Automatisierung von Workflows beschleunigen den Trend und üben starken Handlungsdruck auf die Unternehmen aus. Für Unternehmen zahlt sich die Digitalisierung gleich mehrfach aus: Geschäftsprozesse können optimiert und automatisiert werden, Mitarbeiter werden von Routineaufgaben entlastet. So hat man wiederum mehr Zeit, sich um die Kundenlösungen zu kümmern. Jede Branche hat dabei unterschiedliche Anforderungen und Prozesse.

Die eher konservative Versicherungsbranche beispielsweise wird sich zukünftig deutlich stärker dem Kundenwunsch nach multimedialen Kommunikationskanälen stellen müssen. Hier wird noch nicht ausreichend die Chance genutzt, durch einen gesamtheitlichen Verkaufs- und Beratungsprozess den Kunden mehr Service und Transparenz zu bieten und gleichzeitig Zeit und Geld in der Bearbeitung von Anträgen und Policen zu sparen.

Auch die Telekommunikationsbranche – einst Treiber von Innovationen – kann aktuell unter finanziellen Aspekten nicht als Gewinner der Digitalisierung betrachtet werden. Grund hierfür ist die hohe Belastung durch teure Infrastrukturmaßnahmen, deren abrechenbare Dienstleistungen jedoch häufig durch andere erbracht werden.

Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand, denn insbesondere im Vertrieb erhöht das mittlerweile mögliche Multikanalerlebnis durch Verbesserung des Kauferlebnisses sowohl Kundenbindung als auch Abschlussquote. Gleichzeitig sinken Kosten durch die gesteigerte Prozess- und Kanaleffizienz.

Wichtig ist, die Prozesse wertschöpfend aufeinander abzustimmen, denn nicht alle Digitalisierungsinstrumente eignen sich in gleicher Weise für den Einsatz im letztendlich wichtigen Kaufabschlussprozess. Insofern ist die Entwicklung eines klaren, auf das Unternehmen abgestimmten digitalen Ziel- und Zukunftsszenarios absolute Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierungsstrategie.

Denn in einem waren sich die Teilnehmer der Veranstaltung einig: Die Auswirkungen der rasch zunehmenden Digitalisierung sollten jetzt für das eigene Haus beurteilt und die aktuellen Geschäftsmodelle auf den Prüfstand gestellt werden.

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